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Planung · 4 Minuten Lesezeit

Reinigung in Kita und Schule: Zeiten, Mittel, Sicherheit, Absprachen

Wo Kinder spielen, essen und lernen, braucht die Reinigung eigene Regeln. Dieser Ratgeber zeigt, was Leitung, Träger und Reinigungsteam vorab klären sollten.

Leeres Klassenzimmer mit Tischreihen und Tafel
Symbolbild · Foto: Ivan Aleksic / Unsplash

Warum Kitas und Schulen eigene Absprachen brauchen

In einer Kita spielen Kinder auf dem Boden, fassen Türgriffe, Regale und Fensterbänke an und nehmen manches in den Mund. Schulen erleben über den Tag einen ständigen Wechsel: Viele Menschen nutzen dieselben Räume, Klassen wechseln zwischen Klassenzimmer und Fachraum, die Turnhalle wird am Abend zur Sportstätte für Vereine. Das prägt die Reinigung: Welche Flächen häufig berührt werden, welche Mittel infrage kommen und wann überhaupt gereinigt werden kann, unterscheidet sich deutlich von dem, was in einem Bürogebäude gilt.

Dazu kommt, dass in Bildungseinrichtungen mehrere Stellen mitreden. Die Leitung kennt den Alltag, der Träger oder die Gemeinde ist häufig Auftraggeber, und die Einrichtung arbeitet in der Regel mit einem Hygieneplan, der auch Vorgaben für die Reinigung enthält. Je klarer die Zuständigkeiten vorab verteilt sind, desto weniger geht im laufenden Betrieb verloren.

Reinigungs­zeiten zwischen Betreuung, Unterricht und Ferien

Gereinigt wird in der Regel, wenn die Räume leer sind. In Kitas heißt das oft: abends nach der Abholzeit oder frühmorgens vor der Öffnung. Schulen sind vielschichtiger, weil Unterricht, Ganztagsbetreuung und die Nutzung der Turnhalle zu unterschiedlichen Zeiten enden. Ein Blick in den tatsächlichen Belegungsplan hilft mehr als die offiziellen Öffnungszeiten.

Einzelne Bereiche vertragen auch eine Reinigung tagsüber, etwa Sanitärräume nach den Pausen oder der Essbereich nach dem Mittagessen. Voraussetzung ist, dass feststeht, wann die Räume frei sind und wer das Reinigungsteam hereinlässt. Während der Mittagsruhe in der Kita bleibt der Schlafraum tabu, auch für leise Arbeiten. Elternabende, Feste oder Vereinsabende in der Turnhalle verschieben die Planung zusätzlich. Ein gemeinsamer Kalender, den das Reinigungsteam einsehen kann, erspart vergebliche Anfahrten und Überraschungen mitten in einer Veranstaltung.

Ferien und Schließtage eignen sich für Arbeiten, die Ruhe und freie Flächen brauchen: eine Grundreinigung der Böden, die Fensterreinigung oder das Auswischen von Schränken und Regalen. Wer diese Termine früh in den Jahresplan der Einrichtung einträgt, verhindert, dass sie zwischen Elternabend und Sommerfest untergehen.

Reinigungs­mittel: Auswahl und sichere Aufbewahrung

Bei der Wahl der Mittel geht es weniger um Stärke als um Eignung. Für die laufende Reinigung genügen in vielen Bereichen milde Reiniger in der richtigen Dosierung. Stark parfümierte Produkte können in Gruppen- und Schlafräumen stören. Ob bestimmte Mittel vorgeschrieben oder ausgeschlossen sind, ergibt sich aus dem Hygieneplan. Hygienische Sondermaßnahmen, etwa wenn in einer Gruppe eine ansteckende Krankheit auftritt, legen Einrichtung und Gesundheitsamt fest, nicht die Reinigungsfirma.

Auch das Arbeitsgerät spielt eine Rolle. Waschbare Mikrofasertücher lassen sich nach jedem Einsatz aufbereiten, und leise Geräte sind dort gefragt, wo doch während der Betreuungszeit gereinigt wird. Für Bewegungsräume und Turnhallen eignen sich Mittel, die auf dem Boden keinen rutschigen Film hinterlassen.

Mindestens so wichtig wie die Auswahl ist die Aufbewahrung. Kinder sind neugierig und schnell, deshalb sollten für das Reinigungsmaterial klare Regeln gelten:

  • Ein abschließbarer Raum oder Schrank für Mittel, Eimer und Geräte
  • Originalbehälter mit Etikett, kein Umfüllen in Trinkflaschen oder unbeschriftete Gefäße
  • Sicherheitsdatenblätter der verwendeten Mittel, hinterlegt bei der Leitung
  • Getrennte, farblich unterschiedene Tücher für Sanitär und übrige Flächen
  • Reinigungswagen während der Betreuungszeit nicht unbeaufsichtigt im Flur

Sicherheit während und nach der Reinigung

Nasse Böden sind in Kitas und Schulen ein eigenes Thema, weil Kinder rennen und Warnschilder übersehen. Gewischt wird deshalb, wenn die Räume leer sind, oder abschnittsweise, sodass ein trockener Weg frei bleibt. Treppen, Eingänge und die Wege zu den Toiletten verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit.

Am Ende des Einsatzes sollte das Gebäude so zurückbleiben, wie es vereinbart ist: Fenster zu, Licht aus, Türen verschlossen, Fluchtwege frei. Kindersicherungen an Steckdosen, Schränken und Türen gehören zurück an ihren Platz, falls sie für die Reinigung gelöst wurden. Was selbstverständlich klingt, gehört trotzdem auf die Abschlussliste des Teams.

Für Personal, das in Einrichtungen mit Kindern arbeitet, können bestimmte Nachweise nötig sein, teils aufgrund gesetzlicher Vorgaben, teils auf Wunsch des Trägers. Welche das im Einzelfall sind, weiß der Träger. Klären Sie diesen Punkt vor dem Start, damit er nicht erst bei der Schlüsselübergabe auffällt.

Absprachen mit der Leitung festhalten

Die Leitung erlebt das Haus im Betrieb, das Reinigungsteam sieht es leer. Ein Übergabeheft an einem festen Platz in der Einrichtung hält den Austausch am Laufen. Das Team vermerkt Auffälligkeiten wie einen tropfenden Wasserhahn oder eine lose Bodenleiste, die Einrichtung notiert Wünsche für den nächsten Einsatz. So hängt nichts an einzelnen Personen, und Rückmeldungen gehen auch dann nicht verloren, wenn sich Leitung und Reinigungsteam selten begegnen.

Damit Alltag und Reinigung dauerhaft zusammenpassen, lohnt außerdem eine schriftliche Vereinbarung, die das Leistungsverzeichnis ergänzt. Folgende Punkte gehören hinein:

  • Welche Räume in welchem Turnus gereinigt werden, getrennt nach Gruppenraum, Schlafraum, Sanitär, Küche, Fluren und Turnhalle
  • Wer Spielzeug, Bastelarbeiten und Unterlagen vor der Reinigung wegräumt und was liegen bleiben darf
  • Feste Ansprechpartner in der Einrichtung und bei der Reinigungsfirma
  • Termine für Grundreinigung und Fenster in den Ferien
  • Zutritt zum Gebäude, Schlüssel und Alarmanlage
  • Der Umgang mit Fundsachen und beschädigten Gegenständen

Fazit

Reinigung in Kitas und Schulen gelingt, wenn Zeiten, Mittel und Zuständigkeiten geklärt sind, bevor das Reinigungsteam mit der Arbeit beginnt. Leitung und Träger behalten die Vorgaben in der Hand, das Team setzt sie zuverlässig um und meldet zurück, was ihm auffällt. Südklar lernt Ihre Kita oder Schule bei einer Besichtigung kennen und richtet die Reinigung nach den Vorgaben Ihrer Einrichtung aus.

Kurz gefragt

Wer legt fest, welche Reinigungsmittel in der Kita verwendet werden?

Maßgeblich sind die Vorgaben der Einrichtung und ihres Trägers, die häufig im Hygieneplan stehen. Die Reinigungsfirma richtet sich danach und kann Mittel vorschlagen, die zu den Flächen passen. Bei hygienischen Fachfragen ist das Gesundheitsamt die richtige Stelle.

Kann in einer Schule auch während des Unterrichts gereinigt werden?

Für einzelne Bereiche wie Sanitärräume oder Flure ist das möglich, solange der Unterricht nicht gestört wird und keine Rutschgefahr entsteht. Klassenräume werden in der Regel gereinigt, wenn sie leer sind. Wann welche Räume frei sind, zeigt der Belegungsplan der Schule.