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Grund­reinigung nach dem Winter: Streusalz und Splitt beseitigen

Salzränder, Splitt und Feuchtigkeit hinterlassen im Eingangsbereich Spuren, die die laufende Reinigung kaum löst. Eine Grundreinigung im Frühjahr nimmt sich genau diese Rückstände vor.

Aufsitz-Reinigungsmaschine mit Bürsten für große Bodenflächen
Symbolbild · Foto: giyofloor floor machine / Unsplash

Was der Winter im Eingang hinterlässt

In den kalten Monaten tragen Schuhe deutlich mehr Schmutz ins Gebäude als im Sommer. Auf Gehwegen und Parkplätzen liegen Streusalz oder Splitt, dazu kommen Schneematsch und nasses Laub. Ein Teil davon bleibt in der Sauberlaufzone hängen, der Rest verteilt sich über Windfang, Flur und Treppen.

Typisch sind weiße Salzränder auf Fliesen und Naturstein, ein grauer Film auf glatten Belägen und Splitt, der unter den Sohlen wie Schleifpapier wirkt. Auch Glastüren, Türrahmen und Sockelleisten bekommen Spritzer ab, die nach dem Trocknen als helle Flecken stehen bleiben.

Von dort wandert der Schmutz weiter, in Mehrfamilienhäusern ebenso wie in Bürogebäuden. Er landet in Aufzugskabinen, auf Treppenstufen und vor Briefkastenanlagen, also überall dort, wo viele Menschen mit nassen Schuhen unterwegs sind. Auf Treppen sammelt er sich bevorzugt in Ecken und an den Kanten der Stufen.

Warum Streusalz und Splitt Böden zusetzen

Salz löst sich im Schmelzwasser und zieht mit der Feuchtigkeit in offene Poren und Fugen. Trocknet das Wasser, bleiben Kristalle zurück. Bei manchen Natursteinen und bei Zementfugen können solche Rückstände auf Dauer sichtbare Spuren hinterlassen. Auch Pflegefilme auf elastischen Belägen wie Linoleum oder Vinyl leiden, wenn sie lange mit salzhaltigem Wasser in Berührung sind.

Splitt wirkt dagegen mechanisch. Die kleinen Steine werden unter Schuhen über den Boden gerieben und hinterlassen feine Kratzer, die den Belag matt aussehen lassen. Je länger Salz und Splitt liegen bleiben, desto aufwendiger wird es, sie wieder vollständig zu entfernen.

Metallene Türschwellen, die Rahmen von Fußabstreifern und der untere Teil von Glastüren bekommen ebenfalls Salzwasser ab. Eingetrocknete Spritzer lassen sich dort meist lösen, sie sollten aber nicht die ganze Saison über stehen bleiben.

Was die laufende Reinigung im Winter leisten kann

Während der Wintermonate sorgt die Unterhaltsreinigung dafür, dass lose Verschmutzungen nicht liegen bleiben. Feuchtes Wischen nimmt Salzwasser auf, bevor es eintrocknet. Nasse Stellen im Eingangsbereich werden aufgenommen, damit die Rutschgefahr sinkt und der Schmutz nicht weitergetragen wird.

Eine laufende Reinigung arbeitet allerdings an der Oberfläche. Salz, das bereits in Fugen und Poren sitzt, oder ein über den Winter aufgebauter Grauschleier lassen sich damit oft nicht vollständig entfernen. Hier setzt die Grundreinigung an. Wer den Zustand im Lauf des Winters im Blick behält, erkennt früh, welche Stellen im Frühjahr besondere Aufmerksamkeit brauchen.

Was eine Grund­reinigung im Frühjahr umfasst

Eine Grundreinigung geht tiefer als die übliche Pflege. Welche Arbeiten dazugehören, richtet sich nach Belag, Zustand und Nutzung. Der Boden wird mit Mitteln und Maschinen gereinigt, die zum Material passen, Rückstände werden gelöst und aufgenommen. Bei Belägen mit Pflegefilm kann es sinnvoll sein, den alten Film zu entfernen und neu aufzubauen. Wie weit die Arbeiten gehen sollten, lässt sich bei einer Besichtigung einschätzen.

Vor dem Termin sollten Matten, Schirmständer, Pflanzkübel und lose Möbel aus dem Eingangsbereich geräumt werden, oder es wird abgesprochen, wer das übernimmt. So lässt sich die gesamte Fläche bearbeiten, auch die Ecken, in denen sich über den Winter am meisten angesammelt hat.

Im Frühjahr stehen meist diese Bereiche im Vordergrund:

  • Eingangsbereiche, Windfang und Treppen mit Salzrändern
  • Fugen und Ecken, in denen sich Splitt und Schmutz gesammelt haben
  • Glastüren, Türrahmen und Sockelleisten mit Spritzern
  • Treppenhäuser, Aufzugskabinen und Flure im Erdgeschoss
  • Bodenbeläge, deren Pflegefilm stumpf oder fleckig geworden ist

Den passenden Zeitpunkt wählen

Sinnvoll ist eine Grundreinigung, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist und nicht mehr gestreut wird. Wer zu früh reinigt, riskiert, dass ein später Kälteeinbruch neues Salz ins Haus bringt. Wann es so weit ist, hängt von Lage und Witterung ab, in höher gelegenen Orten oft später als im Tal.

Für Betriebe bietet sich ein Termin an, an dem kaum jemand über die Flächen läuft: am Wochenende, frühmorgens oder abends. Frisch behandelte Böden brauchen je nach Verfahren Zeit zum Trocknen, bevor sie wieder voll begangen werden. In Wohnhäusern lohnt es sich, die Bewohner über die Hausverwaltung rechtzeitig zu informieren, damit Treppenhaus und Eingang in dieser Zeit frei bleiben.

Für den nächsten Winter vorsorgen

Wie viel Arbeit nach dem Winter anfällt, hängt stark davon ab, wie viel Schmutz überhaupt ins Gebäude gelangt. Viel bewirkt dabei die Sauberlaufzone. Je länger der Weg über geeignete Matten, desto mehr Feuchtigkeit und Splitt bleiben dort hängen, bevor sie den eigentlichen Bodenbelag erreichen. Matten, die ihre Aufnahmefähigkeit verloren haben, lassen Schmutz dagegen fast ungebremst durch. Prüfen Sie deshalb im Herbst, ob sie noch in Ordnung sind.

Daneben hilft es, den Reinigungsturnus für die kalte Jahreszeit vorab anzupassen. Meist genügt es, Eingang und Treppen in dieser Zeit öfter einzuplanen, während der Rest des Gebäudes im gewohnten Rhythmus bleibt. Steht eine solche Winterregelung im Leistungsverzeichnis, muss sie nicht in jeder Saison neu besprochen werden.

Für Naturstein und andere empfindliche Beläge lohnt zudem ein Blick in die Pflegehinweise von Hersteller oder Verleger. Dort steht oft, welche Mittel der Belag verträgt und ob eine Schutzbehandlung vorgesehen ist.

Fazit

Streusalz und Splitt setzen Böden über den Winter mehr zu, als es im Alltag auffällt. Die laufende Reinigung hält die Flächen nutzbar, eine Grundreinigung im Frühjahr löst Rückstände aus Fugen und Poren und frischt den Pflegefilm auf. Ob sich das bei Ihnen lohnt und welcher Umfang passt, beurteilt Südklar bei Fragen direkt vor Ort am konkreten Belag.

Kurz gefragt

Wann ist ein guter Zeitpunkt für die Grundreinigung nach dem Winter?

Wenn kein Frost mehr zu erwarten ist und nicht mehr gestreut wird. Sonst kann neues Salz die frisch gereinigten Flächen gleich wieder belasten. Ausschlaggebend sind das Wetter vor Ort, die Höhenlage und die Frage, wann das Gebäude wenig genutzt wird.

Reicht nicht auch eine gründliche Unterhaltsreinigung?

Die Unterhaltsreinigung nimmt losen Schmutz und frisches Salzwasser auf. Rückstände, die bereits in Fugen und Poren sitzen, oder ein stumpf gewordener Pflegefilm brauchen meist eine intensivere Behandlung. Ob das nötig ist, zeigt der Zustand des Bodens bei einer Besichtigung.